Quite Rumors — Cover

Quite Rumors

In Korridoren und Aufzügen reisen Gerüchte ohne Ton. Eine Figur liegt auf dunklen Fliesen vor gelben Spinden mit der Nummer 98, Blick nach oben gerichtet in aufgegebener Aufmerksamkeit, gehüllt in schwarzes Leder, das sich wie schützende Apathie liest. Andernorts besetzen ein blasses Fliederhemdblusenkleid und buttergelbe Hose das Interieur eines in die Jahre gekommenen Zugabteils, Arme theatralisch erhoben gegen Beschilderung und Haltegriffe. Das Styling von Talisa Conte, An Shao Da, Viola Valoggia und Drew Ahrens folgt einer reduzierten Palette – Tintenschwarz, zartes Mauve, cremiges Gelb – während jedes Bild mit roher Körnung und Available Light die analoge Schnappschuss-Ästhetik der späten Neunziger aufruft. Diese anonymen Transitzonen und institutionellen Flure werden zu Bühnen einer Erzählung, die geflüstert statt deklamiert wird, ein visuelles Gerücht, das durch die übersehenen Ränder der Stadt zirkuliert. Die Strecke tauscht Politur gegen Textur, Stille gegen Andeutung – und landet bei einer Stimmung zugleich verstörend und seltsam intim.

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Häufige Fragen

Wo wurde die Quite Rumors-Strecke aufgenommen?

In Fluren vor gelben Spinden, in Fahrstühlen, im Inneren veralteter öffentlicher Verkehrsmittel – anonyme Orte der urbanen Rückseite, die den Alltag in eine fremde Bühne verwandeln.

Welche Models wirkten bei Quite Rumors mit?

Talisa Conte, An Shao Da, Viola Valoggia und Drew Ahrens folgten einer reduzierten Farbpalette aus Schwarz, Mauve und Buttergelb und erschufen durch ihre Gesten jeweils eigene räumliche Erzählungen.

Welche Aufnahmetechnik wurde bei Quite Rumors verwendet?

Filmkorn und blitzloses natürliches Licht unterstreichen die raue Textur und setzen einen visuellen Stil um, der die Authentizität analoger 90er-Snapshots wiederbelebt.