AELITA — Cover

AELITA

Elektrisches Kobaltblau überzieht das Gesicht wie lackiertes Metall – eine durchgehende Schicht, nur unterbrochen von einer transparenten Acrylstange, die den Nasenrücken überbrückt, und zwei kleinen LEDs unter den Wangenknochen, die in künstlicher Intensität glühen. Der hohe Kragen einer schwarzen Lederjacke rahmt den Hals, setzt harten Kontrast gegen die blaue Haut, während ein silbrig-blasser Studiohintergrund die Figur in kühles, diffuses Licht taucht. Kein Make-up, sondern skulpturale Prothesen-Intervention: Die Farbe fängt jede Knochenstruktur ein, die Hardware sitzt bündig auf dem Knorpel, der Blick bleibt distanziert und teilnahmslos – eine Hommage an das sowjetische Sci-Fi-Kino, dem diese Strecke ihren Titel verdankt. Das Spiel reflektierender Oberflächen, die präzise Geometrie des Nasenstegs und der Farbverlauf des Gegenlichts verwandeln den menschlichen Körper in etwas Konstruiertes, Außerweltliches. Retrofuturismus trifft auf biomechanische Porträtkunst – klinisch und leise verstörend zugleich.

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Häufige Fragen

Wie ist das Make-up im Editorial AELITA aufgebaut?

Elektrisch blaue Metallic-Farbe bedeckt das gesamte Gesicht, eine transparente Acrylstange über dem Nasenrücken und kleine LED-Lichter unter den Wangenknochen vollenden die kybernetische Irrealität – aus glitzernden Texturen und präzisen dreidimensionalen Strukturen.

Welcher ästhetische Hintergrund liegt diesem Editorial zugrunde?

Der Titel ist einem sowjetischen Science-Fiction-Film der 1920er-Jahre entlehnt und verschmilzt retrofuturistische Ästhetik mit jener künstlicher Lebewesen. Die Unschärfe der Grenze zwischen Mensch und Maschine wird visualisiert – Mode wird zur Performance-Kunst.