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Tanner Frost Bowen: Gescannte Porträts der Liebe

Ein Gesicht, gepresst und gebrochen. Tanner Frost Bowen scannt seine engsten Menschen heutzutage, er fotografiert sie nicht.

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Ein Gesicht, gepresst und gebrochen. Tanner Frost Bowen scannt seine engsten Menschen heutzutage, er fotografiert sie nicht. Es gibt nur eine Möglichkeit, ein Gesicht auf einem Scanner festzuhalten: Es flach gegen das Glas zu drücken. Bei zwei Personen bedeutet das: Stirnen berühren sich, drücken sich mit jeder Sekunde näher zusammen.

Letzten August begann alles mit einem kleinen Zine mit seinem Neffen, Hände und Gesichter gescannt, ausgeschnitten und zusammengeklebt. Titel: 'Creepy Zine.' Bowen ist im Herzen ein Handwerker, ein Näher und Quilter. Dieses Mal bewegten sich seine Hände vom Stoff zum digitalen Scannerbett. Zerbrochenes Glas, CD-Hüllen, alle Arten von Materialien werden auch über das Gesicht geschichtet.

Wenn Fotografie einen Moment einfängt, presst das Scannen ihn ein. Bowen nennt diese verzerrten, gebrochenen Porträtarbeiten „ich und mein Freund, zusammen collagiert." Haut und Blick verzerren sich zwischen geschichteten Oberflächen. Das Bild zieht sie hinein, während es entsteht.

Quilts werden durch Schichten von Stoff gebaut, Stücke werden zusammengenäht. Seine gescannten Porträts funktionieren auf dieselbe Weise. Schicht auf Schicht gestapelt, Materialien heruntergedrückt, Momente eingepresst. Die Aufzeichnung wird durch den Druck der Zuneigung vollendet.

Wie bewahren Sie Ihre wertvollsten Erinnerungen auf?