1992년 설치 작품이 예견한 디지털 친밀감의 현재 — Cover

Eine Installation von 1992, die digitale Intimität voraussagte

1992년 설치 작품이 예견한 디지털 친밀감의 현재

Was wäre, wenn zwei Menschen auf einem Bett liegend die Präsenz des anderen spüren könnten, ohne sich berühren zu können? Die britische Künstlerin Paul Sermon schuf 1992 mit 'Telematic Dreaming' eine Telepräsenz-Installation, die heute dringlichere Fragen aufwirft als je zuvor.

Der Aufbau ist simpel und doch tiefgründig. Zwei Betten in getrennten Räumen werden mittels Kameras und Projektionssystemen kombiniert, sodass die Teilnehmenden die Illusion erleben, dasselbe Bett zu teilen – trotz räumlicher Trennung. Das Live-Bild von Person A auf einem hell erleuchteten Bett wird auf ein Bett in einem dunkleren Raum projiziert, während eine weitere Kamera ein zusammengesetztes Bild zurück zu A sendet, sodass beide Körper sich in einem einzigen visuellen Feld überlagern.

Was diese Arbeit bedeutsam macht, ist nicht ihre technologische Leistung beim Überbrücken von Distanz, sondern ihre grundlegende Erkundung von Empfindung und Intimität. In einer Ära, in der Videoanrufe zur Routine gehören und das Metaverse Gestalt annimmt, wird Sermons Werk neu bewertet – als pionierhafte Untersuchung darüber, wie Intimität im digitalen Raum funktioniert.

Je weiter die Technologie voranschreitet, desto mehr Menschen begegnen wir – und umso bewusster wird uns die Abwesenheit physischer Berührung. 'Telematic Dreaming' fragt, was wir in dieser Lücke verlieren und gewinnen, und was wahre Intimität eigentlich bedeutet. Genau deshalb berührt uns eine Arbeit von 1992 im Jahr 2025 dringlicher denn je.
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