
Das Gesicht ist jener Teil unseres Körpers, den wir am sorgfältigsten kontrollieren. Mimik, Make-up, Winkel – alles wird zum Werkzeug der Selbstdarstellung. Doch der deutsche Fotograf Hans Starck übergibt in seiner Serie Windblown / Faces diese Kontrolle dem Wind. Menschliche Gesichter, die intensiven Luftströmen ausgesetzt sind, werden dabei eingefangen, wie die Haut sich dehnt, verzieht und sich in nahezu skulpturale Formen verwandelt.
Der Kern dieser Arbeit liegt in der Dekonstruktion. Starck entzieht dem Gesicht seine sozialen Funktionen – Ausdruck, Inszenierung, Identität – und überlässt es dem Wind, einem unsichtbaren Bildhauer, die Oberfläche der Haut neu zu formen. Das Ergebnis ist grotesk und zugleich faszinierend und offenbart, wie flexibel und wandelbar das menschliche Gesicht als Material tatsächlich ist.
Interessanterweise wurde die Serie 2009 für eine Werbekampagne des Berlin Inline Mail Service umfunktioniert und im Kontext von Geschwindigkeit neu interpretiert. In jenem Moment, in dem groteske Bildsprache zur kommerziellen visuellen Sprache wird, verschwimmt die Grenze zwischen Kunst und Werbung. Starcks Arbeit erinnert uns daran, dass das Gesicht nicht bloß ein Marker von Identität ist, sondern eine fluide Oberfläche, die fortwährend von äußeren Kräften neu geformt wird.
Der Kern dieser Arbeit liegt in der Dekonstruktion. Starck entzieht dem Gesicht seine sozialen Funktionen – Ausdruck, Inszenierung, Identität – und überlässt es dem Wind, einem unsichtbaren Bildhauer, die Oberfläche der Haut neu zu formen. Das Ergebnis ist grotesk und zugleich faszinierend und offenbart, wie flexibel und wandelbar das menschliche Gesicht als Material tatsächlich ist.
Interessanterweise wurde die Serie 2009 für eine Werbekampagne des Berlin Inline Mail Service umfunktioniert und im Kontext von Geschwindigkeit neu interpretiert. In jenem Moment, in dem groteske Bildsprache zur kommerziellen visuellen Sprache wird, verschwimmt die Grenze zwischen Kunst und Werbung. Starcks Arbeit erinnert uns daran, dass das Gesicht nicht bloß ein Marker von Identität ist, sondern eine fluide Oberfläche, die fortwährend von äußeren Kräften neu geformt wird.







